www.Mobile-Pferdeheilpraxis.de

Nadine Hannemann

Blutegeltherapie 

 

Hauptsächlich im Bereich des Bewegungsapparates setze ich außerdem die Blutegeltherapie ein.

Schon vor 2.500 Jahren war die Behandlung mit Blutegeln (Hirudo medicinalis) Teil der Heilkunst. Römische und griechische Ärzte setzten Blutegel an. Im Mittelalter kam es auch in Nordeuropa zur Verbreitung der Therapie.

Heute weiß man natürlich viel mehr über die Anwendungsmöglichkeiten und die Wirkungsweisen der Egeltherapie.

Für viele Menschen ist der Blutegel ein unansehnliches, parasitäres Geschöpf, mit dem man möglichst nichts zu tun haben will. Bei näherer Betrachtung jedoch stellt man fest, dass es sich um ein ganz besonderes Tier handelt, das einem kranken Menschen oder Tier großen Nutzen bringen kann.

Bei seinem Biss gibt der Blutegel über den Speichel verschiedene Enzyme ab.
Hauptinhaltsstoffe des Blutegelspeichels:

• Hirudin:
1884 von Hycraft entdeckt
blutgerinnungshemmend, Erhöhung der Aktivität weißer Blutkörperchen
• Calin:
seit ca. 10 Jahren bekannt
gerinnungshemmend, bewirkt Nachbluten, dadurch Reinigung der Wunde, sanfter Aderlass
• Eglin:
antiphlogistisch (antientzündlich)
• Orgelase:
Bakterizid, verstärkt den Blut- und Lymphstrom
• Apyrase:
Hemmung der Aggregation (Zusammenklumpen) von Thrombozyten
• Histaminähnliche Substanz:
Gefäßerweiterung um die Saugstelle
• Weitere Substanzen:
insgesamt sind z. Zt. mehr als 13 hochwirksame Komponenten des Wirkstoff-cocktails im Blutegelspeichel bekannt, es sind aber vermutlich noch mehr. 

Durch diese Substanzen wird die Durchblutung verbessert und Entzündungsrückstände können abfließen. Das therapeutisch erwünschte Nachbluten (sanfter Aderlass) kann beim Pferd bis zu 5 Stunden dauern.

Schauen Sie den Blutegeln bei Ihrer "Arbeit" zu:

http://www.youtube.com/watch?v=oPVu2Mhkxug